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Zur Gestaltung der Puppenköpfe sagt Frau Reinckens: |
Bei den „typischen Waldorfpuppen“ sind die Gesichter immer schlicht gehalten, d. h. sie werden nicht durch Nase, Wangen oder Mund geformt.
Der Vorteil bei den schlichten Puppengesichtern ist zum einen die größere Haltbarkeit, zum andern kann das noch nicht zu fest gelegte Gesicht durch die Fantasie des Kindes jede eigene Gefühlsregung annehmen. Grundsätzlich arbeite ich alle Puppen für Babys und Kleinkinder mit schlichten Gesichtern.
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Die Technik des individuellen Abbindens (durch Modellieren mit Nadel und Faden) habe ich mir selber ausgedacht und weiter entwickelt, um auch für größere Kinder individuelle Stoffpuppen zu arbeiten und somit einen charakteristischen Ausdruck zu schaffen. Dazu gehört aber viel künstlerisches Empfinden; wenn z.B. die Fäden um winzige Millimeter zu hoch oder zu tief liegen, kann der Gesichtsausdruck nicht harmonisch und kindgemäß wirken Für die Anziehpuppen, die ja für größere Kinder gedacht sind , macht mir die individuelle Gesichtsgestaltung, die aber auch sehr viel zeitaufwendiger ist, viel Freude. Die eigene Handschrift einer Puppenmacherin kommt bei dieser Gestaltung sichtbar zur Erscheinung und lässt unverkennbar auf diese schließen. So sind meine geformten Gesichter meist recht fröhlich, rund und manchmal auch ein bisschen frech und verschmitzt. |
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Die Puppenhaare werden von mir aus Wolle oder Fellen hergestellt. Für die meisten Puppen häkele ich eine Lockenperücke aus Puppenwolle (braun, gelb, rot oder weiß), in die ich dann die offenen Haare hineinsticke, so dass z.B. Zöpfe entstehen. Ich nehme nur gute Mohairwolle, die sehr natürlich und „haarig“ ausschaut. Die Fellperücken, die meistens von unterschiedlichen Schafen stammen, sind für Kinder gut bürstbar und vertragen durchaus auch eine Maschinenwäsche.